Landtagskandidat bescheingt Bad Essen, auf einem guten Weg zu sein: (v.l.) Dr. Joachim Lücht (Vorsitzender OV Bad Essen, Landtagskandidat Rainer Kavermann und Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer.

Kavermann: Bad Essen mit Citta Slow und Fair Trade auf gutem Wege

Die Anregung für eine bessere Unterstützung des Landes für die Durchführung von Landesgartenschauen gab Bürgermeister Timo Natemeyer dem Landtagskandidaten der Grünen, Rainer Kavermann, beim Besuch im Rathaus mit auf den Weg. Zwar sei die Gartenschau 2010 in Bad Essen sehr erfolgreich gelaufen, aber die Erfahrung der letzten Jahre zeige, dass die Bewerber für Landesgartenschauen in Niedersachsen aufgrund der finanziellen Herausforderungen nicht gerade „Schlange stünden“. Andere Bundesländer wie Hessen und Nordrhein Westfalen würden mit stärkerer finanzieller Ausstattung dafür sorgen, dass nachhaltige Investitionen vorgenommen werden könnten. Schließlich handele es sich um eine Veranstaltung im Namen des Landes. Beim kommunalen Finanzausgleich könnten Kurorte besonders berücksichtigt werden.

Gut gefördert durch das niedersächsische Landwirtschaftsministerium werde der gemeinsame Auftritt von Bäder-Kommunen bei der Internationalen Grünen Woche 2018 in Berlin. Im Marina-Hafen sei bereits ein Boots-Tourismus mit überregionaler Bedeutung verwirklicht worden. Freibad und Sole-Arena blieben von der LaGa als langfristige Effekte. Zudem sei die Identifikation der Bürger mit dem Ort gestärkt und Gäste für das Wiederkommen gewonnen worden. Die jährlichen Übernachtungszahlen in Bad Essen hätten sich um die 170.000 eingepegelt. Trotz der Bedenken von Kirchen und Gewerkschaften sei die Sonntagsöffnung wichtig für den Kurort.

Dass Niedersachsen sich stärker für langfristigen Nutzen bei Landesgartenschauen und Projekten in Bädergemeinden engagiert, um die kommunalen Risiken zu entlasten, will Kavermann aufgreifen. Die besondere Anerkennung des Grünen-Landtagskandidaten fanden Citta Slow und Fair Trade. Mit diesen Projekten sei Bad Essen auf gutem Wege. Kavermann empfahl den frühzeitigen Aufbau von Infrastruktur für E-Mobilität in der Gemeinde. Er selbst hole gerade ein Angebot für ein Elektrofahrzeug für seinen Gartenbaubetrieb ein, wo er sich in einem Radius von 30 km bewege. Zum Durchbruch dieser Technik seien aber größere Reichweiten erforderlich.

„Von der Idee aus Bad Essen für Entschleunigung kann sich der Landkreis eine Scheibe abschneiden“, betonte Kavermann. Angefangen von gestressten Schülern bis zum Flächenfraß in den Kommunen in der Hoffnung auf Gewerbesteuer sei eine ganz neue Denkweise weg von der Turbogesellschaft erforderlich. Notwendig seien Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe und Zusammenarbeit der Kommunen.

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